
Das ist eine der vielen Aussichten bei meinem morgendlichen Spaziergang zur Ausrichtung. Da erde ich mich, und erfrage meinen Tagesauftrag.
Heute ist der Auftrag Klartext über Liebe und lieben in Die Welt zu bringen. Die Liebe, die IST, immer und für alle.
Die Liebe, die ich als Liebe leben und erleben darf, ist da, bedingungslos, reichlich. Mit ihr, durch sie ist alles möglich!
.Doch wir leben in einer lieblosen Welt. Die Liebe, von der ich reden soll, wurde zerteilt, als Druckmittel benutzt. Allein das Wort wird für soviel ‚Nicht-wirklich-Liebe‘ ge-, eher missbraucht.
Es ist doch erschreckend, dass uns diese Liebe Angst macht. Okay, sie ist mächtig und sowas von kraftvoll. Aber immer FÜR uns. Die tut uns nichts schlechtes, und auch nicht weh. Das ist die Pseudo-Liebe… Oder auch das, was wir gelernt haben, darüber denken.
Die Kirche benutzt gerne Ausschnitte aus dem ‚Hohelied der Liebe‘ bei Trauungen. Wenn sie es wirklich ernst damit meinte, würde sie es ganz und immer, zu allen Anlässen in Erinnerung rufen. Allerdings hat die Kirche ja auch ihren Anteil an dem heutigen Bild der Liebe…
Hier also mal das ganze Hohelied der Liebe. Ließ es dir selbst laut vor:
Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste
und alle Erkenntnis hätte;
wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht,
wäre ich nichts.
Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte
und wenn ich meinen Leib opferte, um mich zu rühmen hätte aber die Liebe nicht,
nützte es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht,
sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles,
hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht.
Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden;
wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk.
Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind
und urteilte wie ein Kind.
Als ich ein Mann wurde,
legte ich ab, was Kind an mir war.
Jetzt schauen wir in einen Spiegel
und sehen nur rätselhafte Umrisse,
dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk,
dann aber werde ich durch und durch erkennen,
so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.
Einheitsübersetzung 2016 © Katholisches Bibelwerk e.V. www.bibelwerk.de bibelinfo@bibelwerk.de
Diese Liebe, die auch gerne wahre Liebe, universelle Liebe genannt wird, können wir erst für andere empfinden. Wir kommen aber nicht drum rum, sie uns selbst zu erlauben. Sie für uns selbst zu empfinden. Denn Liebe ist geben UND bekommen.