
Tränen
Tränen, wenn wir damit konfrontiert werden, fühlen wir uns unbehaglich. Das fängt ja auch schon früh an. Schon bei Neugeborenen setzt man alles daran, dass das Weinen aufhört. Ist das tatsächlich die Aufgabe? Bei Neugeborenen: es ist die einzige Möglichkeit, wie sie auf sich aufmerksam machen können. Und natürlich sollte man erst mal schauen, das die Bedürfnisse wie Essen/Trinken, trocken liegen nicht der Grund sind. Und außerhalb dieser Bedürfnisse gibt es noch sehr viele Möglichkeiten, warum ein Neugeborenes weinen darf. Einsam und allein fühlen, Angst ( auch ohne für uns erkennbaren Grund ), und/oder weil einfach alles zum Heulen ist.
Wenn Du selbst weinst, wie geht es Dir dabei? Während dessen ist die Emotion oft intensiv, aber wenn die Tränen langsam versiegen, bist Du ruhiger, wieder in Dir drin, und sogar in den Gedanken klar.
Wenn Du Dir das anschaust, möchtest Du das unterbrechen? Oder unterbrochen werden?
Warum denkt die Gesellschaft, dass Tränen unterbrochen werden müssen? Meine Gedanken dazu:
-
–Tränen sind Schwäche ( absolut unwahr)
-
–wenn einer meiner Herzensmenschen weint, bin ich hilflos ( nur oberflächlich, denn meine Präsenz ist Hilfe. Und das, was die Tränen auslöst, ist ähnlich einer Geburt. Da gibt es auch nur wenig von außen zum Helfen )
-
–wenn Du Dein Kind nicht zum Aufhören bringst, bist Du unfähig ( LÜGE! )
Und vielleicht fallen Dir noch andere Gedanken dazu ein.
Für mich stimmt:
Tränen sind das Wasser, das beim Auftauen des Eises an meinem Herzen entsteht.